TAUCHPARADIES KROATIEN
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URLAUB AUF DEM TAUCHSCHIFF

Kein Meer liegt für uns näher als die Adria. 

Nur einige Autostunden oder eine knappe Flugstunde entfernt liegen die Tauchgebiete der kroatischen Adriaküste.

Bei einer Tauchsafari erlebst Du jeden Tag neue Inseln, deren zerklüftete Ufer sich unter Wasser in tiefen Einschnitten, Grotten und Höhlen fortsetzen. Besonders die seeseitig steil abfallenden Felsklippen sind bis in große Tiefen reich bewachsen.


Die Tauchreviere bieten interessante Tauchspots, herrliche Steilwände, Grotten und zahlreiche Schiffswracks. Unterwasserfotografen finden dank der guten Wasserqualität und großen Sichtweiten ideale Bedingungen vor.

Je nach Tour - laden manchmal die vielen kleinen, romantischen Hafenorte zum Spazierengehen ein. 

Das mediterrane Klima mit seinen heißen trockenen Sommern bietet über wie unter Wasser die besten Voraussetzungen.

Wenn Du Dich auch für diesen gelungenen Triathlon aus spektakulärem Tauchen, genialem Essen und gemütlichem Faulenzen begeistern kannst, solltest Du Dir jedoch im Vorfeld einige grundlegende Gedanken machen...

Mit WEM wirst Du verreisen? Im besten Fall hast Du bereits einen festen Buddy, mit dem Du Dir eine Kabine am Schiff teilst und Dich gemeinsam mit ihm in dieses Abenteuer stürzt.

Es ist jedoch ohne weiteres auch möglich, als Einzelperson eine Safari zu buchen. Hier gilt es jedoch bei den meisten Veranstaltern einen Aufpreis für die Kabine zu bezahlen und / oder mit einem Dir (bisher) noch „Fremden“ - jedoch Gleichgesinnten – zu teilen.

Die WAHL der „richtigen“ TOUR?  Entscheidend für die Routen sind Dein Ausbildungsstand und Deine Vorlieben. 

Der eine oder andere liebt gemütliche Tauchgänge, andere bevorzugen gerade Tauchplätze mit zB viel Strömung, tiefen Wracks, Höhlen etc.

Grundsätzlich kannst Du eine Safari auch als Anfänger machen, nur solltest Du dazu nachweislich mind. 50 TG geloggt und erweiterte Kenntnisse erlangt haben. Oft werden spezielle Kurse auch im Zuge einer Safari angeboten. Außerdem musst Du Dich drauf einstellen, dass in diesem Fall eventuell nicht jeder Tauchgang für Dich möglich sein wird!

In den meisten Fällen sind jedoch Mindestvoraussetzungen

  • AOWD / CMAS**, Nitrox-Brevet, Navigation und Deep-Speciality
  • Für die tiefen Wracks: Decompression Procederes bzw. Trimix Brevetierung 

Unbedingt erforderlich und meist bereits bei Buchung anzugeben

  • Höchstes Tauch-Brevet
  • Tauchsportärztliches Attest
  • Tauchversicherung (zB DAN, aquamed, etc.)
  • Logbuch mit nachgewiesener Anzahl von Tauchgängen 

Jetzt gilt es „nur“ noch die entsprechende Buchung zu tätigen und auf den heißersehnten Abreisetag warten!

Mit wahrscheinlich großer Vorfreude geht es nun (meist) am Tag vor der Abreise ans Packen:

Ausrüstung: Neoprenanzug (empf. 7mm + ev. Haube und Handschuhe), Jacket + Bleitaschen (oder -gurt), Füßlinge, Flossen, Atemregler mit Octopus, Maske, Tauchcomputer (oder Konsole), Kompass, Signalboje, Tauchlampe (Ladegerät/e, Batterien), ggfs. UW-Cam, etc.

Kleidung: (weniger ist oft mehr) An Bord herrscht legere Gemütlichkeit. T-Shirts, Shorts, Sweater, Jeans und Pullover sind an Bord die bevorzugten Kleidungsstücke für Safari-Reisende. Eine Mütze sollte immer dabei sein und eine Wind- / Regenjacke kann niemals schaden. Schuhe, ausgenommen Segelschuhe, sind meist an Bord nicht erwünscht. Bikini, Badeanzug / -hose natürlich nicht zu vergessen.

Handtücher werden hin und wieder an Bord gestellt. Zwei Badetücher empfiehlt sich jedoch gesondert mitzunehmen. Beim Schlafsack scheiden sich die Geister. Für die Einen unnötiger Ballast, für die Anderen die Möglichkeit unter freiem Sternenzelt an Deck zu nächtigen. 

Seekrankheit und sonstige kleine Wehwehchen: Seekrankheit kann jeden treffen. Meist klingt diese nach ein bis drei Tagen ab. Die Ursache ist meist ein Missverständnis von dem was das Auge sieht und das Hirn wahrnimmt. Vitamin C, Ingwer sowie diverse Reisemedikamente aus der Apotheke helfen meist. 

Persönliche Medikamente für den Eigengebrauch sind selbst mitzubringen.


Der TYPISCHE ABLAUF einer SAFARI

Check in - Wenn Du endlich angekommen auf dem Schiff eincheckst, wird man Dir (euch) eine Kabine zuweisen. Du solltest als erstes Dein Gepäck auspacken und kontrollieren, ob Du auch wirklich alles dabei hast. Sobald das Boot mal abgelegt hat, hast Du keine Möglichkeit mehr Besorgungen zu machen. Jetzt wirst Du auch die Guides, Crew und nach und nach die anderen Mitreisenden kennenlernen

Ausrüstungscheck - Danach solltest Du Deine Tauchausrüstung an Deinem für die Dauer der Tour fixen Platz am Tauchdeck verstauen und im Zuge dessen nochmals checken. Immer auch mit einer Kiste für Kleinteile (Maske(n), Flossen, Füßlinge, Bleitaschen oder -gurt, etc. etc.) unter der Bank. Meist sind da auch Kleiderbügel für die Anzüge vorhanden.

Und los geht’s! Ob nun das Tauchschiff am Abend oder am nächsten Morgen ausläuft, genieße diesen Augenblick wenn das Schiff den Hafen verlässt – jetzt beginnt Dein Abenteuer und ab jetzt heißt es nur mehr schlafen, essen, tauchen!

Check-Dive - Auf einer Safari werden täglich mehrere Tauchgänge angeboten. Am ersten Tag wird ein Check-Dive durchgeführt, bei dem die Guides am Boot sich versichern, dass die Gäste sichere Taucher sind. In der Praxis wird ein Blei-Check durchgeführt und nach wenigen Minuten geht der Check-Dive in einen ersten Entdeckungstauchgang über. 

Das tägliche „Tauchprogramm“ - Früh morgens ertönt der Weckruf. Nun gibt es auf den meisten Booten erst mal Kaffee und einen kleinen Snack. Danach erfolgt das Briefing für den Early-Morning-Tauchgang. Dieser ist meiner persönlichen Meinung nach einer der Schönsten. Dieser bietet Dir mit der aufgehenden Sonne sehr interessante Lichtverhältnisse unter Wasser. Und oft triffst Du dabei noch den einen oder anderen normalerweise nachtaktiven „Gesellen“. Es ist zwar meist hart, aber es lohnt sich mit den „Fischen aufzustehen“ und das beeindruckende Schauspiel zu erleben.

Danach wird es ein herzhaftes Frühstück geben und glaub mir, Du wirst richtig Appetit haben! Das morgendliche Mahl schmeckt am besten nach einem schönen und entspannten frühen Tauchgang.

In den meisten Fällen wird danach das Schiff ablegen und den nächsten Spot ansteuern. Zwischenzeitlich hast Du Gelegenheit Dein Logbuch mit dem ersten Eintrag der Tour zu füllen, zu relaxen oder Dich mit den anderen Tauchern auszutauschen und dabei gleich besser kennen zu lernen.

Der Vormittags-Tauchgang wird meist so „in der Gegend“ um 10:30 stattfinden. Die Schiffsglocke wird Dich wissen lassen, wann es Zeit zum entsprechenden Briefing ist. Nach diesem wirst Du Deinen 2. Tauchgang des Tages in vollen Zügen genießen und dann lockt auch schon leckeres Mittagessen.

Jetzt hast Du wieder Zeit etwas zu schlafen, faulenzen, lesen, mit anderen quatschen oder auch einfach nur die Sonne auf den Bauch seinen lassen – ganz wonach Dir ist – bis sich wieder die Schiffsglocke meldet und Dich zum Nachmittags-Tauchgang-Briefing ruft.

Und wenn es der Tourplan und der Tauchspot erlaubt, gibt es eventuell auch noch einen der viel begehrten - und für mich einer der aufregend- und beeindruckendsten überhaupt – Nacht-Tauchgang.

Wie auch immer, nach dem letzten Tauchgang kommt dann der gemütlichste Teil des Tages und auch eine gewisse Müdigkeit wird sich einstellen. Ein reichhaltiges Abendessen begleitet von den Ereignissen des Tages mit normalerweise regem Austausch - „Hast Du den Krebs, die Schildkröte, die Nacktschnecke auch gesehen?“  - darüber mit den anderen.

Und dies werden all die „anstrengenden“ Hauptbeschäftigungen der nächsten Tage sein bzw. genau so könnte Dein nächstes Tauch-Abenteuer aussehen! 

Aber auch die schönste Tour geht leider irgendwann zu Ende... - Du wirst Deine Sachen packen und das Schiff verlassen müssen. Jetzt geht es aber in jedem Fall vollgepackt mit tollen Eindrücken und Erlebnissen entweder nach Hause oder zu Deinem Anschlussaufenthalt.

Eine kleine Bitte! - Tauchsafaris finden in abgelegenen Gebieten statt, kannst Du Dir vorstellen, wie viel Müll ein einzelner Taucher in einer Woche produziert? 

Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an! - Bitte nimm daher all Deine leeren Shampoo-Flaschen und was sonst noch so an Plastik und Verpackungen anfällt, welche Du von zu Hause mitgebracht hast, auch wieder dahin mit - danke!