TAUCHPARADIES KROATIEN
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GIUSEPPE DEZZA

Die Geschichte der RN PILADE BRONZETTI!

Die RN PILADE BRONZETTI wurde schon kurz nach ihrer Wiedereingliederung in die italienische Kriegsmarine - am 16. Januar 1921 - in RN GIUSEPPE DEZZA umbenannt und führte fortan am Bug die taktische Kennung DZ.

Das Schiff wurde nun der Schule für Marinemechaniker in Venedig unterstellt und tat dort rund zweieinhalb Jahre ohne weitere besondere Vorkommnisse Dienst.

Im Oktober 1923 kam die RN GIUSEPPE DEZZA zur Grundüberholung. Hierbei wurde auch die Tonnage des Schiffes auf 616ts Typverdrängung verändert. Eine gewisse Rolle spielte dabei sicherlich auch die neue Bewaffnung an Bord. Wegen der neuen Bewaffnung wurde nach Weyer auch die Zahl der Mannschaft an Bord von 85 auf 94 Mann erhöht.

Dermaßen für neue Aufgaben gerüstet wurde das Schiff 1925 in Neapel stationiert und tat dort Dienst.

Dies änderte sich erst im April 1926, als es der Torpedo-Division unterstellt wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte zB. die Beförderung des Gouverneurs von Tripolitanien von Tripolis nach Neapel.

1927 wurde die RN GIUSEPPE DEZZA in Taranto stationiert und zum Flaggschiff ihrer Division ernannt.

Am 1. Oktober 1929 wurde das Schiff dann zur Torpediniera - zum Torpedoboot - "degradiert", da Feuerkraft und Technik nicht mehr mit den modernen Zerstörern jener Zeit mithalten konnten. Lange Zeit ist dann nichts besonderes mehr zu berichten...

 

Nachdem deutsche Truppen in ausreichender Stärke vor Ort in Fiume waren, wurde die RN GIUSEPPE DEZZA nach der Selbstversenkung durch Ihre italienische Crew aus dem seichten Hafenbecken geborgen, gründlich ;-)) entrostet und dann auch gleich mal ordentlich umgebaut.

Termin zur Indienststellung in die deutsche Kriegsmarine war dann der 9. Juni 1944. Fast wäre es nicht dazu gekommen, sollte das Boot doch eigentlich an die kroatische NDH-Marine übergeben werden um diesem Bundesgenossen des Deutschen Reiches auch auf See ein wenig aufzupäppeln. Doch wegen des Mangels an eigenen Kriegsschiffen in der Adria wurde nichts daraus.

Der italienische Name wurde recht preussisch-zackig in TA 35 geändert, wobei TA für "Torpedoboot Ausland" stand.

Der an TA 35 vorgenommene Umbau brachte wieder eine Veränderung des Deplacements mit sich und steigerte sich von 616ts auf 686ts Typenverdrängung. Die Mannschaft wurde von 94 auf 130 Mann erhöht. Bezüglich der Änderung in der Bewaffnung besteht auch hier keine Klarheit.

© Text by Stojan Babic - Scuba Rovinj