TAUCHPARADIES KROATIEN
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Tauchgang zur JAKLJAN

Wir haben Sie gesucht und wir haben Sie gefunden!

Nachdem das Boot an der inzwischen angebrachten Anker-Boje festgemacht hat, tauchen wir entlang deren Leine ab ins (vorerst) quasi „Nichts“!

Bereits  hier müssen wir leider feststellen, dass die Sicht zwar relativ gut ist, wir aber heute offensichtlich sehr viele Schwebeteilchen im Wasser haben.

Doch das ist mehr ein Blitzgedanke – zu groß ist die Spannung, was uns erwartet..

Und dann, ganz plötzlich in einer Tiefe von ca. 40 Metern tauchen die Umrisse des Wracks vor uns auf. Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl mit dem Gedanken im Hinterkopf, einer der quasi fast ersten Sporttaucher diesen Anblick erleben zu können...

Am Wrack endgültig angelangt, tauchen wir erst mal Richtung des 1. Geschützes am Bug,  entlang diesem über den Anker hinab, wo er eingegraben im Sand liegt. 

An diesem begegnet uns ein wunderschöner Pfauen-Lippfisch, welcher im Schein unserer Lampen wahrlich wie ein „Farben-Inferno“ in all dem tristen Grau um uns herum wirkt.

Um dann das Oberdeck mit seinen nur wenigen – den notwendigsten - Aufbauten (Schüttgut-Transporter – also möglichst viel Ladefläche) eingehend zu erkunden.

Bei genauem Hinsehen, finden wir sogar einige leere Weinflaschen.

Für mich – als absoluten Laien(!) - drängt sich aufgrund der vielen „weiß-umrandeten“ Stellen auf der Ladefläche der kurze Gedanke „Hat es hier gebrannt..?“ auf.  Aber die Frage wird wahrscheinlich für immer unbeantwortet bleiben...

Ansonsten fällt auf, dass das Wrack bis auf einige wenige gelbe Schwämme und kleinere Korallen, im Laufe der Jahre doch sehr wenig bewachsen ist. Wodurch auch keine der vielen großen Fischschwärme -  wie auf anderen Wracks, die wir kennen – vorhanden sind. Doch den einen oder anderen gibt’s doch, ebenso wie einen  großen Conger, den ich allerdings erst bei einem der weiteren Tauchgänge, die ich inzwischen dort machen durfte, entdeckt habe. 

Das Wrack wirkt auf mich aufgrund dessen und der noch vielen – teilweise wie „neu“ und „drapiert“  wirkenden – Seile und dessen gesamter Oberfläche, welche hauptsächlich nur mit Schlick bedeckt ist, als würde es erst kürzlich gesunken sein. Ein etwas eigen anmutendes Gefühl...

Unsere Erkundungstour führt uns dann noch über das gesamte Wrack weiter bis hinten zum 2. Geschütz und schließlich leider doch irgendwann Richtung Bojen-Seil, wo wir aufgrund der Tiefe des Wracks und somit des Tauchganges dann noch genügend Zeit haben, uns vom Anblick des Wracks von oben und von diesem einmaligen und ersten Erlebnis da, zu verabschieden. 

Heute kann ich euch bereits sagen, es war nicht das letzte Mal!  > Und es war immer wieder unbeschreiblich! 

Dieser Tauchspot ist aufgrund seiner Tiefe und des (nicht jedermanns Sache!) freien Ab- und Aufstieges (hierbei diverser Stopps) im Blauwasser nur für speziell Ausgebildete und Zertifizierte, sowie Tec-Taucher geeignet!

© Bild und Text by Christa D. - Taucherin aus NÖ